Gedankenfluss - Ein künstlerischer Jahreszyklus
Ausstellung 24. September bis 2. Oktober 2022
analog trifft digital mit 24 Werken & einer Klang-Video-Collage
der Künstlerinnen Angela Schmitz, Duisburg und Ricarda Rommerscheidt, Bonn
Zeitgleich begannen die beiden Künstlerinnen im Mai 2021 an ihren Quellen in Duisburg und Bonn mit je einem Werk, auf das die andere im Folgemonat antwortete. Bis April 2022 ergaben sich ein Zyklus von insgesamt 24 Arbeiten (Malerei, Zeichnungen, Fotografie, Objekte), die sich wie ein paralleler Strom in einer fließenden Bewegung fortbewegen, mäandern, stromauf- und abwärts fließen, ineinander münden. Während in der Pandemie die Digitalisierung in der Kunst eine zunehmende Bedeutung erlangte, schrieben sie sich bewusst "analoge" Briefe und sandten sich die entstandenen Monats-Werke ausgedruckt zu. In den Briefen reflektieren sie künstlerisch individuelle, gesellschaftliche und politische Zusammenhänge im globalen Kontext: "Wo habe ich meine Wurzeln und wohin führt mich das Leben?" sowie "Starke Frauen, die eintreten für Gleichberechtigung weltweit". Ausschnitte der Briefe werden die Ausstellung als Klang-Video-Collage digital erweitern. 
Öffnungszeiten: 
während der Offenen Ateliers Köln:
 
Samstag, 24. September 12 - 18 Uhr
Sonntag, 25. September 14 - 18 Uhr
 
und:
Samstag, 1. Oktober 14 - 18 Uhr
Sonntag, 2. Oktober 14 - 17 Uhr

 

Die Ausstellung ist sowohl Teil der Kunstmeile Rodenkirchen

als auch der offenen Ateliers Köln-Süd

die jeweiligen Programme sind über die angefügten Links abrufbar 


Projektpräsentation seit dem 16.8.2022

 

 Ein Projekt zur wärmenden Verbundenheit und gegen soziale Kälte

In der Zeit der Pandemie beschäftigte uns die Frage: was können wir tun, wenn das Zusammenkommen schwierig ist und wir offen bleiben wollen für etwas Gemeinsames, für Kreativität in Sürth? Kreativität, an der alle teilhaben können.

Wir griffen zu Nadel und Faden; es bildeten sich kleine und größere Kreise, die das alte handgewerbliche Kulturgut des Strickens neu für sich entdeckten. Einige Menschen strickten für sich allein, aber dennoch in dem Gefühl von Verbundenheit mit den Anderen.

Am Ende wurde jedes so entstandene Teil zu einem bunten, warmen Ganzen zusammengefügt und damit ein Zeichen gesetzt für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.

Uns bewegte die Idee, ein Projekt zur aktiven Teilnahme für alle interessierten Bürger*innen zu gestalten. Es bestand die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch über Themen, die uns alle bewegten. So entwickelte sich sehr schnell ein Gefühl von Eingebunden sein in eine Gemeinschaft. Wir suchten nach dem Verbindenden, thematisierten aber auch unterschiedliche Haltungen und Erfahrungen. All das wurde in dieses Objekt hineingestrickt.

Insgesamt fühlen sich über 30 Menschen motiviert, Gesellschaft mit zu gestalten, proaktiv tätig zu werden über ein kreatives Projekt, das im öffentlichen Raum präsentiert wird.

Die Teilnahme war voraussetzungsfrei, Fehler waren Gestaltungselemente. Es entstand ein tolles Miteinander, soziale „Verstrickungen“ haben sich im Tun gelöst, im Veedel und über Köln hinaus. Die Alterspanne der Teilnehmer*innen lag zwischen 4 und 83 Jahren.

Das Strickprojekt verstehen wir als Möglichkeit, Gesellschaft mitzugestalten und soziale Impulse zu setzen. Jede*r war willkommen, es gab keine Ausgrenzung in Zeiten von Corona. Die drohende gesellschaftliche Spaltung wurde in den Kreisen thematisiert und die Aktion setzte dieser Tendenz etwas Kreatives entgegen.

Unser Leitsatz lautet:

Vielfalt und Begegnung statt Spaltung.

Das entstandene Wandobjekt ist Sinnbild für die Vielfalt unserer Gesellschaft, für ein buntes, lebendiges, schöpferisches Miteinander.

Wir wünschen uns, dass das Objekt zum Gespräch bzw. Austausch anregt.


 Ausstellung im Oktober 2022




Momentaufnahmen aus dem Gartenprojekt 2022 vor der offenen Kunstwerkstatt 



So finden sie uns

 

© Jennifer Roch, freiberufliche Grafikerin in Köln / Wegbeschreibung offene Kunstwerkstatt Köln Süd